Vergabe des Ravenstein-Förderpreises
Verleihung 2024 in der Villa Mumm, Frankfurt
Am 17. Oktober 2024 wurde der Ravenstein-Förderpreis in der Villa Mumm überreicht. Dieser traditionelle Ort und Sitz des Bundesamtes für Kartographie in Frankfurt am Main präsentierte sich nach umfangreichen Renovierungen in allerbestem Zustand und sorgte für einen feierlichen Rahmen. Eine Vorstellung über die ehemalige Nutzung des Gebäudes, dessen Architektur der Frankfurter Oper nachempfunden wurde, sowie die Geschichte der Familie Mumm leitete die Veranstaltung ein und versetzte die Zuschauer in feierliche Stimmung. Es folgten die Grußworte von Frau Dr. Anja Hopfstock für das Haus und Prof. Dr. Mark Vetter als Vorsitzenden der Stiftung bevor es an einen kurzen Abriss über die Entwicklung des Förderpreises ging.
Nachdem im letzten Jahr 9 Preise bei der Veranstaltung in Berlin verliehen wurden, konnten in diesem Jahr drei Arbeiten an insgesamt sechs Preisträgerinnen und Preisträger in den Kategorien Studierende und Auszubildende vergeben werden. Die Studierenden haben ausschließlich alleine gearbeitet, während die Auszubildenden in kleinen Teams ihre Vorschläge einreichten.
Es gewinnen Arbeiten mit einer stimmigen und attraktiven Umsetzung einer gesellschaftlich relevanten Thematik. Dabei zeigt sich eine Schere zwischen den durchaus zahlreich eingereichten Arbeiten und dem erreichten Niveau der prämierten Arbeiten. Diese polarisierende Entwicklung wird generell in Ausbildung und Studium beobachtet. Der Förderpreis könnte hier als Spiegel der Ausbildungsqualität betrachtet werden.
Natürlich muss sich die Jury in ihrer Rolle ebenfalls hinterfragen. Die Urteile entstehen nach umfangreichen Diskussionen und nehmen möglichst viele Perspektiven auf den Fachgegenstand ein. An dieser Stelle erfolgt ein herzliches Dankeschön an das langjährige Jurymitglied Christian Keller (BKG), der letztmalig an den Urteilen mitgewirkt hat. Neu in der Jury ist Prof. Dr. Andreas Wichmann für die Hochschulkartographie (Jade-Universität) und ebenfalls Thorsten Genz (Brandenburg) als Vertreter der gewerblichen Kartographie. Überhaupt wird die gewerbliche Kartographie wieder stärker in der Juryarbeit vertreten sein. Das wird auch durch den Ort der kommenden Preisverleihung am 5. November 2025 beim Westermann-Verlag in Braunschweig sichtbar.
Neben dem Preisgeld ist eine weitere wichtige Komponente des Förderpreises, die Preisträger in der Branche bekannt zu machen und den hohen Stellenwert von Ausbildung und Studium sichtbar werden zu lassen. Neben der Preisverleihung wurden die Arbeiten auch am 28. November 2024 im Ausbildungsforum der Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg und in einer CartoEdu online Session einer breiten Fachöffentlichkeit vorgestellt. Die Arbeiten können auf der Internetseite der Kartographie-Stiftung Ravenstein ausführlich betrachtet werden.
Allen Preisträgerinnen und Preisträgern einen herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg in der weiteren beruflichen Entwicklung. Die Jury freut sich auf zahlreiche Wettbewerbsbeiträge 2025 und macht auf dem Aufruf zur Teilnahme auf dieser Homepage aufmerksam.
Dirk Zellmer (Vorsitzender der Jury)